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Warum Loyalty‑Apps boomen, aber Loyalität auf der Strecke bleibt

Schon bevor viele Menschen überhaupt den ersten Schritt in ein Geschäft setzen, wandert der Blick heute kurz auf das Smartphone. Loyalty‑Apps begleiten diesen Moment fast automatisch und gehören für viele selbstverständlich zum Einkaufsalltag. 91 % der KonsumentInnen nutzen mindestens eine davon. Unsere Studie „Beyond Loyalty‑Apps: Warum Kundenansprache mehr als digitale Treueprogramme braucht“, in Zusammenarbeit mit IFH MEDIA ANALYTICS, zeigt jedoch: Zwischen Nutzung und echter Loyalität liegt eine deutliche Lücke. Entscheidend ist nicht die App selbst, sondern ob Angebote im richtigen Moment sichtbar und relevant werden.

Warum Loyalty‑Apps boomen, aber Loyalität auf der Strecke bleibt

Viele Apps, wenig Bindung 

Neun von zehn KonsumentInnen nutzen heute mindestens eine Loyalty‑App. Gleichzeitig bleibt die durchschnittliche Zahl der Programme pro Person konstant. Im Schnitt verwenden KonsumentInnen 4,2 Apps, genau wie im Vorjahr. Während Heavy User fünf oder mehr Apps aktiv nutzen, beschränken sich Light User bewusst auf ein bis zwei. 

Entscheidend ist jedoch, wie diese Apps tatsächlich genutzt werden. 78 % öffnen eine Loyalty‑App nur dann, wenn sich der Vorteil wirklich lohnt. Der Preis ist dabei der stärkste Treiber. 75 % wechseln für ein attraktives Angebot den Anbieter, unabhängig davon, welches Programm sie nutzen. Bei Light Usern steigt dieser Wert auf 85 %, bei älteren KonsumentInnen auf 80 %. Damit wird deutlich, dass Loyalty‑Apps zwar weit verbreitet sind, aber selten echte Bindung erzeugen.

Der Alltag in den Apps: wenig Orientierung 

Loyalty‑Apps sollen eigentlich helfen, relevante Angebote schneller zu finden. Viele KonsumentInnen erleben jedoch das Gegenteil. Rund zwei Drittel empfinden Push‑Nachrichten als störend. Das führt dazu, dass ebenso viele Angebote selbst suchen müssen. Fast die Hälfte verliert dabei schnell den Überblick oder entdeckt kaum neue Vorteile. Zudem geben 41 % an, dass sie nicht rechtzeitig an Angebote erinnert werden. Für Händler zeigt sich hier ein klares Muster. Selbst digitalaffine NutzerInnen empfinden viele Programme nicht als Unterstützung, sondern eher als zusätzlichen Aufwand. 

Warum klassische Kanäle weiterhin überzeugen 

Aus diesem Grund greifen viele KonsumentInnen weiterhin auf klassische Angebotskanäle zurück. Sie bieten Orientierung und Übersicht, ohne dass aktiv gesucht werden muss. 81 % entdecken im gedruckten Prospekt mehr neue Angebote als in der App, 82 % finden dort schneller Orientierung und 77 % erleben ihn als besonders hilfreich beim Geldsparen. Zudem geben 80 % an, dass Prospekte sie eher dazu motivieren, einen Händler zu besuchen. Auch Online‑Prospekte und POS‑Werbung zählen zu erfolgreichen Alternativkanälen. Für Händler bleibt damit klar, dass klassische Kanäle weiterhin starke Impulse setzen und entscheidend für Preisvertrauen und Orientierung sind. 

Was das für Händler bedeutet 

Loyalty‑Apps sind ein wichtiger Bestandteil der Angebotskommunikation, wirken aber am stärksten im Zusammenspiel mit weiteren Kanälen. Da die durchschnittliche App‑Nutzung stagniert und der Wettbewerb auf dem Smartphone wächst, sollten Händler ihre Zielgruppen über mehrere Kontaktpunkte erreichen. Apps bieten persönliche Vorteile, Prospekte schaffen Orientierung und Preistransparenz, und Vor‑Ort‑Werbung aktiviert im Einkaufsmoment. Erst die Kombination sorgt dafür, dass Angebote sichtbar werden und tatsächliche Wirkung entfalten. 

Wie MEDIA CENTRAL unterstützt 

MEDIA CENTRAL verbindet digitale Loyalty‑Programme mit den Kanälen, die KonsumentInnen im Alltag zuverlässig nutzen. Wir machen Angebote dort sichtbar, wo Entscheidungen fallen, egal ob zu Hause im Prospekt, unterwegs im Stadtbild, direkt am POS oder über weitere wirkungsstarke Kanäle der Angebotskommunikation. So entsteht eine Angebotskommunikation, die Orientierung schafft, Vertrauen stärkt und den Weg vom Interesse bis zum Kauf deutlich erleichtert. 

 

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