Warum soziodemografische Daten allein nicht ausreichen
Wie begrenzt der Blick auf reine soziodemografische Merkmale ist, zeigt ein oft zitiertes Beispiel aus dem Marketing:
King Charles und Ozzy Osbourne sind beide männlich, gleich alt, verheiratet, Väter, wohlhabend und leben in England. Rein soziodemografisch betrachtet wirken sie nahezu identisch. Und doch könnten ihre Interessen, Werte und ihr Konsumverhalten unterschiedlicher kaum sein.
Dieses Beispiel zeigt: Alter, Einkommen oder Wohnort sind nur ein Teil des Gesamtbildes. Wer Zielgruppen erreichen möchte, muss tiefer gehen und Einstellungen, Lebensstile, Interessen und Mediennutzung verstehen.
Der erste Schritt: Zielgruppen systematisch definieren und segmentieren
Wir beginnen jede Zielgruppenanalyse mit zentralen Fragen wie:
- Welche Zielgruppe soll konkret erreicht werden?
- Gibt es unterschiedliche Segmente innerhalb dieser Zielgruppe?
- Welche Kanäle und Medien sind besonders relevant und kaufanregend?
- Wo befindet sich die Zielgruppe geografisch?
Diese strukturierte Herangehensweise bildet die Grundlage für eine effektive und effiziente Kommunikationsstrategie.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Ein Sportfachgeschäft spricht sehr unterschiedliche Kundensegmente an. Vom ambitionierten Marathonläufer bis zur gelegentlichen Outdoor-Reisenden. Ohne eine klare Segmentierung würden Botschaften an Relevanz verlieren und Streuverluste entstehen.
Von der Zielgruppe zum konkreten Segment: Beispiel „Marathon-affin“
Betrachten wir das Segment der marathon-affinen Menschen näher. Diese Zielgruppe zeichnet sich durch ein besonders hohes Engagement für ihr Hobby aus. Sie trainiert regelmäßig und legt großen Wert auf Qualität.
Unsere Datenbasis zeigt:
Über 1,05 Millionen Menschen in Deutschland gehen mehrmals pro Woche joggen, achten bewusst auf hochwertige Ausrüstung und investieren regelmäßig in ihr Hobby (b4p). Doch hier endet die Analyse nicht. Wir verstehen auch:
- welche Medien diese Zielgruppe nutzt
- welche Kanäle sie als besonders kaufanregend empfindet
- wo sie einkauft und welche Marken bevorzugt werden
- und wo sie sich geografisch befindet – bis auf mikrogeografischer Ebene
So wird aus einer abstrakten Zielgruppe ein klares, umsetzbares Bild.
Der entscheidende Faktor: Die Kombination aus Daten und Geo-Intelligence
Eine erfolgreiche Zielgruppenstrategie basiert nicht nur auf der Frage, wer die Zielgruppe ist – sondern auch auf der Frage, wo sie sich befindet und wie sie am effektivsten erreicht werden kann.
Durch die Kombination aus umfassender Zielgruppenbetrachtung und Geo-Intelligence lassen sich Zielgruppen präzise definieren, geografisch lokalisieren, kanalübergreifend erreichen und effizient aktivieren.
Sie möchten Ihre Zielgruppe genauer kennen lernen? Wir zeigen Ihnen, welche Potenziale in unseren Daten stecken.
Sprechen Sie uns gerne an!
