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KI im Einkaufsalltag: Zwischen Neugier und Nutzen

Künstliche Intelligenz hält Schritt für Schritt Einzug in das Einkaufsverhalten der KonsumentInnen. Die Technologie beeinflusst, wie Angebote gefunden und Entscheidungen getroffen werden, auch wenn viele Menschen noch zurückhaltend bleiben.

KI im Einkaufalltag, Mann am Laptop

KI wird beim Einkaufen vertrauter 

Immer mehr KonsumentInnen nutzen KI, um Angebote schneller zu finden und Entscheidungen zu treffen. In Deutschland greifen heute 59 % bei der Produktsuche zu KI‑basierten Chatbots, während klassische Suchmaschinen an Bedeutung verlieren. Noch vor zwei Jahren lag dieser Wert bei 23 %, was den deutlichen Wandel im Informationsverhalten zeigt (Capgemini, Consumer Trends Report 2025).

Auch in anderen Studien wird sichtbar, wie KI den Shopping-Alltag Schritt für Schritt prägt. Laut dem Retail Report 2025 von Adyen verwenden inzwischen 34 % der KonsumentInnen in Deutschland KI beim Einkaufen. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend in jüngeren Altersgruppen, in denen KI bereits als Teil des Shopping-Prozesses gilt. 

Laut einer GfK-Studie wächst parallel die Offenheit für automatisierte Einkaufsformen. 39 % der Deutschen können sich vorstellen, Einkäufe von KI‑Shopping‑Agenten erledigen zu lassen, bei den 30‑ bis 39‑Jährigen sogar 56 %. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass KonsumentInnen bereit sind, Aufgaben wie Produktauswahl oder Bestellprozesse an intelligente Systeme zu übergeben, wenn diese zuverlässig funktionieren. 

Wie KI im Einkaufsalltag hilft 

Viele KonsumentInnen empfinden KI als Hilfe, wenn sie sich in einer Vielzahl von Angeboten orientieren müssen. Im Adyen Report berichten 55 % der NutzerInnen, dass KI ihnen schneller Inspiration liefert. 61 % sagen, dass sie mit KI leichter den Überblick behalten, wenn viele Angebote gleichzeitig wirken. 

Damit funktioniert KI wie ein persönlicher Einkaufsbegleiter, der Bedürfnisse erkennt und passende Vorschläge liefert. Angebote wie Prospekte oder Produktseiten bleiben wichtig, werden durch KI jedoch schneller sichtbar und leichter nutzbar. 

Warum sich manche KonsumentInnen noch schwertun 

Trotz wachsender Nutzung bleiben viele KonsumentInnen unsicher. Laut eines Mintel Reports stehen zwar fast 50 % der Deutschen KI positiv gegenüber, gleichzeitig empfinden 40 % sie als gefährlich und nur rund ein Drittel vertraut den Ergebnissen. Diese Zurückhaltung zeigt, wie wichtig transparente und nachvollziehbare Anwendungen sind, damit Vertrauen entstehen kann.

Was Händler aus den Entwicklungen ableiten können 

Für Händler zeigt sich, dass KI überall dort angenommen wird, wo sie KonsumentInnen spürbar unterstützt und schnell zu relevanten Angeboten führt. Wichtig ist, dass Empfehlungen nachvollziehbar und verlässlich bleiben. Gleichzeitig bleibt die klassische Angebotskommunikation ein zentraler Orientierungspunkt. Prospekte, digitale Angebotsplattformen und Händlerwebsites behalten ihren Wert, werden durch KI aber leichter auffindbar und persönlicher nutzbar. So entsteht ein Einkaufsprozess, der weniger mühsam ist und stärker von Unterstützung geprägt wird.