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Weniger Impulskäufe, mehr Planung: Wie Inflation unser Einkaufen 2026 verändert

Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt – und das spiegelt sich deutlich im Alltag der KonsumentInnen wider: beim Blick auf den Kassenzettel, bei der Wahl des Supermarkts und letztendlich bei der Kaufentscheidung. Gemeinsam mit dem IFH Köln haben wir 1.000 KonsumentInnen befragt, um zu verstehen, wie Inflation das Einkaufsverhalten 2026 beeinflusst. Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild: VerbraucherInnen agieren deutlich rationaler und preisorientierter. Angebote, Aktionen und gezielte Preisvergleiche gewinnen weiter an Bedeutung und sind für viele ein wichtiger Anker, um den vertrauten Lebensstandard trotz steigender Preise aufrechterhalten zu können.

Preisbewusstsein nimmt weiter zu

Knapp zwei Drittel der Befragten geben an, häufiger als im Vorjahr Preise zu vergleichen. Konkret sagen 63 %, dass sie 2026 verstärkt Preisvergleiche durchführen wollen, um Kosten zu sparen. Parallel dazu suchen viele KonsumentInnen gezielt nach Sonderaktionen und Rabatten. Der Einkauf wird zunehmend geplant, spontane Kaufentscheidungen treten in den Hintergrund.

Auch Eigenmarken profitieren von dieser Entwicklung. 61 % der Befragten greifen häufiger zu preisgünstigen Alternativen der Händler, um ihr Budget zu entlasten. Damit rücken Handelsmarken weiter in den Fokus und gewinnen an Relevanz im Warenkorb.

 

Generationen reagieren unterschiedlich

Ein differenzierter Blick auf die Altersgruppen zeigt deutliche Unterschiede im Umgang mit steigenden Preisen. Besonders KonsumentInnen zwischen 18 und 29 Jahren agieren flexibel und wechselbereit: 25 % kaufen bevorzugt bei Händlern mit den besten Preisen. Loyalität spielt hier eine geringere Rolle.

Die Altersgruppe 60-69-Jahre zeigt hingegen ein anderes Verhalten. 68 % bleiben “ihrem” Händler  treu, reagieren aber gezielt auf attraktive Angebote. Ähnlich verhält sich die Gruppe der 50- bis 59-Jährigen, von denen 63 % Loyalität zeigen. Während einige Altersgruppen stärker zwischen Anbietern wechseln, setzen andere verstärkt auf Struktur, Planung und Verlässlichkeit.

 

Prospekte als wichtigster Kanal – ob Print oder Digital

Die wachsende Relevanz von Angeboten zeigt sich auch in der Wahl der Kommunikationskanäle. 41 % der Befragten nennen gedruckte Prospekte als wichtigsten Angebotskanal für 2026. Dicht dahinter folgen digitale Prospektangebote mit 39 %. Darüber hinaus werden auch Owned Media Kanäle wie Händler-Websites und Apps als relevanter Kanal für die Angebotsnutzung genannt.

Diese Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung eines ausgewogenen Media-Mix. KonsumentInnen erwarten eine glaubwürdige und konsistente Angebotskommunikation über verschiedene Touchpoints hinweg – sowohl in klassischen als auch in digitalen Formaten.

 

Planung statt Spontankauf

Das Einkaufsverhalten 2026 ist geprägt von Vorsicht, Planung und Preisbewusstsein. Angebote werden zum zentralen Entscheidungsfaktor – unabhängig von Alter oder Lebenssituation. Gleichzeitig zeigen sich klare generationsspezifische Unterschiede, die HändlerInnen gezielt nutzen können. Jetzt ist der Moment, aktiv zu werden: Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Zielgruppe zu analysieren, Ihren Media-Mix zu optimieren und Erlebnisse zu schaffen, die Ihre Kunden langfristig binden.