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Warum das Prospekt nicht wegzudenken ist

Das Prospekt bleibt auch 2026 ein verlässlicher Begleiter im Alltag der KonsumentInnen. Der Prospektmonitor 2026 von IFH MEDIA ANALYTICS zeigt eine konstant hohe Nutzung im Zeitverlauf sowie eine hybride Nutzung aus Print und Online auf Rekordniveau. Gleichzeitig wird sichtbar, welche Rolle das Prospekt für Orientierung spielt und warum sein Wegfall nicht folgenlos bleibt.

Warum das Prospekt nicht wegzudenken ist, Prospekte im Briefkasten

Stabile Nutzung über Jahre hinweg 

Das Prospekt zeigt sich im Zeitverlauf von 2022 bis 2026 stabil. 97 % der KonsumentInnen nutzen gedruckte Prospekte zumindest gelegentlich, fast drei Viertel greifen wöchentlich dazu. Diese Werte bewegen sich seit fünf Jahren auf konstant hohem Niveau und unterstreichen, dass das Prospekt kein kurzfristiges Informationsmedium ist, sondern fest in der Einkaufsroutine verankert bleibt. 

Dabei lässt sich die Nutzung nicht auf einzelne Zielgruppen reduzieren. Zwar steigt die Intensität mit zunehmendem Alter, gleichzeitig lesen auch jüngere KonsumentInnen regelmäßig Prospekte.  Entscheidend ist weniger die Generation als der Nutzen, den das Prospekt bietet. 64 % der 18‑ bis 29‑Jährigen nutzen ihn wöchentlich. Selbst unter WerbeverweigererInnen zeigt sich dabei eine klare Differenzierung: Zwar nutzt etwa jede fünfte Person einen Werbestopper, dennoch wünscht sich rund die Hälfte weiterhin ausgewählte gedruckte Medien.* 

Hybridnutzung wird zum neuen Standard 

Während die Printnutzung seit Jahren stabil bleibt, gewinnt die Kombination aus Print‑ und Online‑Prospekt weiter an Bedeutung. 62 % der KonsumentInnen nutzen Online‑Prospekte mindestens wöchentlich. 88 % der ProspektleserInnen kombinieren heute Print und Digital. Damit erreicht die Hybridnutzung 2026 einen neuen Höchststand. Angebote werden flexibel über Print und Digital hinweg genutzt, je nach Situation und Informationsbedarf. 

Orientierung und Preisvergleich als Kernleistung 

Ein zentraler Grund für die hohe und stabile Nutzung liegt in der Funktion des Prospekts selbst. Es bietet schnelle Orientierung und erleichtert den direkten Preisvergleich. Besonders im Lebensmitteleinzelhandel greifen KonsumentInnen gezielt zum Prospekt, um sich über Angebote zu informieren. Mit 40 % ist er hier der meistgenutzte Informationskanal für Rabattaktionen. 

Prospekteinstellungen und Wiedereinführungen prägen die Wahrnehmung 

Veränderungen rund um das Prospekt bleiben für KonsumentInnen spürbar. Rund die Hälfte der Befragten war bereits von einer Prospekteinstellung betroffen, mehr als ein Drittel bewertet diesen Schritt kritisch. Besonders der Angebotsvergleich leidet. 48 % geben an, ohne Prospekt schlechter gute Angebote finden zu können. Zudem werden Händler ohne Prospekt häufiger als weniger kundenorientiert wahrgenommen. 

Wiedereinführungen senden hingegen ein positives Signal. Jede fünfte Person hat bereits erlebt, dass ein Prospekt zurückkehrt. Mehr als die Hälfte bewertet diese Entscheidung positiv, vor allem weil Angebote wieder leichter entdeckt werden. Das Prospekt wird damit nicht nur als Informationsmedium wahrgenommen, sondern als Ausdruck von Kundennähe. 

Das Prospekt behauptet seine Stärke 

Die Ergebnisse unterstreichen, dass das Prospekt auch 2026 ein zentrales Medium der Angebotskommunikation bleibt. Print steht weiterhin für Orientierung und Verlässlichkeit, digitale Formate ergänzen diese Stärke flexibel und situationsabhängig. Der größte Mehrwert entsteht im Zusammenspiel beider Welten, die KonsumentInnen schon heute selbstverständlich kombinieren. MEDIA CENTRAL setzt genau hier an und entwickelt Prospektstrategien, die dieses Zusammenspiel gezielt wirksam machen - datenbasiert, relevant und wirkungsorientiert. 

 

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