Frage 1: Lieber Fabian, vielen Dank für den Austausch. Zum Start: Wie definiert RTL AdAlliance den All Screens Ansatz und was ist euer zentrales Leistungsversprechen?
Fabian: All Screens steht für eine integrierte Big-Screen-Strategie über lineares TV und Streaming hinweg und nicht nur für die parallele Nutzung verschiedener Kanäle. Unser Leistungsversprechen ist dabei klar: maximale Reichweite, präzises Targeting und konsistente Kampagnensteuerung aus einer Hand, kombiniert mit hochwertigem Content.
So entsteht starke TV Awareness, die durch digitale Präzision und datenbasierte Optimierung verstärkt wird. Mit Partnern wie MEDIA CENTRAL verknüpfen wir das mit Handels- und Angebotskompetenz und schaffen crossmediale Bewegtbildlösungen mit messbarer Wirkung.
Frage 2: Welche Möglichkeiten bietet euer Setup, Zielgruppen regional präzise und gleichzeitig skalierbar über verschiedene Screens hinweg anzusprechen?
Fabian: Lokale Relevanz und Skalierung gehen heute Hand in Hand. Kampagnen lassen sich adressierbar und differenziert ausspielen, von nationalen Strategien bis hin zu Botschaften auf Markt- und Postleitzahlenebene. Die Ansprache erfolgt je nach Kanal geografisch, soziodemografisch oder interessensbasiert. So lassen sich nationale Markenbotschaften gezielt mit regionalen Angeboten und lokalen Promotions verknüpfen.
Frage 3: Daten spielen eine zentrale Rolle für wirkungsvolle Kampagnen. Welche Datenquellen und Targeting-Mechanismen nutzt ihr, um im All Screens-Umfeld eine konsistente und effiziente Aussteuerung sicherzustellen?
Fabian: Daten sind die Grundlage für eine effiziente Kampagnensteuerung. Wir kombinieren First Party, Publisher und kontextuelle Daten mit kanalabhängigen Targeting Mechanismen, um Kampagnen präzise auszuspielen, Frequenzen zu steuern und Zielgruppen über verschiedene Umfelder hinweg zu harmonisieren. Gerade im Handel entsteht Wirkung, wenn TV-Kampagnen Zielgruppenwissen, lokale Marktinformationen und Angebotslogiken gezielt zusammenbringen.
Frage 4: Wie unterscheiden sich die Anforderungen an Kreation und Werbemittel in einer konvergenten TV- und Streaming-Welt? Welche Formate oder Ansätze funktionieren aktuell besonders gut, um Aufmerksamkeit und Aktivierung im lokalen Kontext zu erzielen?
Fabian: Kreation wird modularer und adaptiver, bei einer klaren und konsistenten Kernbotschaft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dynamik, Relevanz und Formatflexibilität. Besonders wirksam sind Ansätze, die emotionale Markenwirkung mit konkreter Relevanz verbinden, etwa durch zielgruppenspezifische Creatives, lokale Angebotsbezüge oder dynamische Anpassungen je nach Nutzungskontext.
Für den Handel sind vor allem Formate entscheidend, die Nähe, Verfügbarkeit und Aktualität vermitteln, zum Beispiel durch regionale Angebote oder zeitlich begrenzte Aktionen.
Frage 5: Welche Entwicklungen treiben aus eurer Sicht die weitere Verschmelzung von TV und digitalen Kanälen und welche neuen Chancen ergeben sich daraus speziell für lokale Marken- und Angebotskommunikation?
Fabian: Treiber sind vor allem die engere Verbindung von Reichweite und Daten, technologische Fortschritte im Connected TV und Streaming sowie steigende Anforderungen an Messbarkeit und Personalisierung.
Dadurch entsteht die Möglichkeit, große Reichweiten mit datenbasierter Präzision und lokaler Relevanz zu verbinden. Kampagnen lassen sich so gezielter rund um den Point of Sale aussteuern, ohne an Skalierung zu verlieren.
