Frage 3: met[ads] gilt als Innovator im Bereich digitaler Außenwerbung. Welche Lösungen oder Features zeigen aktuell am deutlichsten, wofür met[ads] steht?
Lukas: Unser USP ist, dass wir alles aus einer Hand anbieten: Wir modellieren, texturieren, animieren und aktivieren die 3D-Werbung selbst. Durch unseren Einsatz von CreativeTech und KI setzen wir 3D-Kampagnen innerhalb weniger Tage um. Außerdem konzipieren wir eigene Screens wie den 3D-Tunnel oder die 3D-Sphere. Dadurch, dass wir Hardware und Creative zusammen denken, entstehen innovative Formate, die wirklich Aufmerksamkeit erzeugen. Wir haben mittlerweile über 200 Kampagnen für Kunden wie Netflix, Spotify, Red Bull oder Sephora realisiert. Und: Wir wollen Werbung nicht nur auf DOOH-Screens bringen, sondern auch auf anderen Kanälen - CTV, Smartphones oder als Fake-Out-of-Home* - crossmedial und flexibel.
Frage 4: Die Messbarkeit von Außenwerbung bleibt ein kontroverses Thema. Wie geht met[ads] mit dieser Herausforderung um – und welche Ansätze verfolgen Sie, um Wirkung und Reichweiten möglichst verlässlich abzubilden?
Lukas: Messbarkeit ist tatsächlich eine Herausforderung, aber sie lässt sich lösen. Wir arbeiten mit datengetriebenen Ansätzen: Geo-Verhaltensdaten helfen uns, Zielgruppen präzise zu adressieren und Kampagnen in Echtzeit zu optimieren. Bei unseren 3D-Formaten kommt hinzu, dass sie organisch viral gehen. Menschen filmen die Screens ab und teilen sie in Social Media. Das schafft zusätzliche Reichweite, die wir tracken können. Wir kombinieren klassische DOOH-Metriken wie Kontakte und Sichtbarkeit mit digitalen KPIs – etwa Engagement-Raten aus Fake-Out-of-Home-Kampagnen.
Frage 5: MEDIA CENTRAL und met[ads] möchten ihre Stärken künftig gemeinsam einbringen. Welche Vorteile entstehen daraus für HändlerInnen, die ihre OOH-Kommunikation weiterentwickeln wollen?
Lukas: Ich sehe hier eine Win-Win-Situation: MEDIA CENTRAL bringt die Reichweite und das Netzwerk im Handel mit, wir liefern das Creative und die Technologie für aufmerksamkeitsstarke 3D-Formate. Händler profitieren von integrierten, datenbasierten Kampagnen, die am Point Of Sale auffallen und Kaufimpulse setzen. Dank schneller Umsetzung können wir flexibel auf Aktionen oder saisonale Ereignisse reagieren - und crossmediale Lösungen anbieten.
Frage 6: Mit Blick nach vorn: Welche Rolle wird met[ads] bei der Weiterentwicklung moderner Außenwerbung langfristig einnehmen?
Lukas: Unser Ziel ist klar: Wir wollen Werbung gestalten, für die man stehen bleibt - nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. In den nächsten Jahren bauen wir dafür auch unser Netzwerk eigener, innovativer Screens aus. Gleichzeitig treiben wir neue Formate wie Fake-Out-of-Home und CTV voran, um 3D-Werbung auf jeden digitalen Screen zu bringen. Langfristig wollen wir die Anlaufstelle für Marken sein, die mutig sind und sich trauen, kreativ zu werden.
Lukas Flöer ist Gründer und CEO von met[ads], einem Unternehmen für 3D-Werbung. Bereits mit 17 Jahren startete er seine Karriere in der Werbebranche – und merkte dort schnell, wie oft Quantität über Qualität gestellt wird. Nach gut einem Jahrzehnt in der Branche entschloss er sich, diesen Kreislauf zu durchbrechen und gründete 2023 met[ads], um mit innovativer 3D-Werbung die Werbelandschaft zu verändern. Die Mission: no more boring ads. Seit 2023 hat met[ads] bereits über 200 Kampagnen für Kunden wie Netflix, RedBull und L'Oréal umgesetzt. Zudem wurde Flöer 2025 in die renommierte „30 under 30“-Liste von Forbes aufgenommen (als einziger seiner Branche aus Deutschland). Vor der Gründung von met[ads] war Flöer unter anderem Director of Consulting bei Screen On Demand (heute Teil von Axel Springer) und als Gastdozent für Marketing tätig, um die nächste Generation für kreative Werbung zu begeistern.
* Unter „Fake-Out-of-Home“ versteht man digitale 3D-Animationen, die realen OOH-Situationen nachempfunden sind, aber nur als Video existieren und online verbreitet werden.